Pressebericht (7.5.2026)
333 Jahre Kirche Mariä Himmelfahrt, Ulm-Söflingen
Geistliches zur Schnapszahl
Vor 333 Jahren wurde die Söflinger Klosterkirche geweiht
Die Pfarrei feiert mit einer spektakulären Installation und einem bunten Programm
Es ist ein Birnenbrand, der zum Schnapszahl-Jubiläum im Angebot ist. In Söflingen
weiß man zu feiern und so begeht die katholische Kirchengemeinde das Jahr 333 nach
der Weihe ihrer Barockkirche.
Im Zentrum der Feierlichkeiten steht eine Installation der Ulmer Künstlerin Marianne
Hollenstein, die jetzt eröffnet wurde (Mittwoch, 7.5.2026). Sie hat sich vom Patrozinium der
Kirche inspirieren lassen, die der Aufnahme Marias in den Himmel gewidmet ist. Vier
bemalte Bahnen ziehen sich wie farbige Kondensstreifen der Himmelfahrt hinauf zur
Kirchendecke. Dort verschwinden sie in einer Öffnung, die schon immer für Inszenierungen
genutzt wurde. Ihre langjährige Tätigkeit als Bühnenbildnerin kommt Hollenstein bei der
raumgreifenden Arbeit zugute. Auf die Darstellung Marias als Schutzmantelfrau anspielend
nennt sie ihr Kunstwerk „Unter deinem Schutz und Schirm“. Wer darunter steht kann sich
geborgen und zugleich erhoben fühlen. Die transparenten Folien fließen aus der Höhe herab
und verändern dabei ihre Farbigkeit. Durch die kunstvolle Beleuchtung von Marcus Denk
strahlen die Marienfarben Blau, Rot und Gold. Die abstrakt gestalteten Bahnen bilden einen
spannungsreichen Kontrast zur angestammten Barockausstattung des Gotteshauses. Sie
nehmen aber auch deren Motive auf und zeigen sich als moderne Form des Vorhangs, der den
Hauptaltar umgibt. Mit der Installation, die von der Kirchengemeinde in Auftrag gegeben
wurde, wird der Kirchenraum neu erlebbar und eine Brücke über 333 Jahre in die Gegenwart
gespannt.
Installation
Die Installation ist bis 20. Mai 2026 täglich außer montags von 13 bis 21 Uhr in der Kirche
St. Mariä Himmelfahrt am Klosterhof in Söflingen zu sehen. Der Eintritt ist frei. Bei einem
Besuch in den Abendstunden kommt die Beleuchtung besonders zur Geltung.
Veranstaltungen
Am 13. Mai um 20 Uhr gibt es eine Meditation „Zur blauen Stunde“ bei der Installation. Eine
Orgelserenade am 15. Mai um 19.30 Uhr greift Motive aus dem Marienleben auf.
Die Söflinger Kirche Mariä Himmelfahrt
Im Jahr 1237 wurde in Ulm eine Schwesterngemeinschaft gegründet, die sich dem Orden der
Klara von Assisi anschloss. Das Kloster zog nach einer Stiftung der Grafen von Dillingen
1258 nach Söflingen um, wo es sich zum bedeutendsten Klarissenkloster Deutschlands
entwickelte. Nach einem Neubau konnte die Kirche 1693 geweiht werden. Sie dient seit 1805
als Pfarrkirche, nachdem das Kloster aufgelöst worden war.
Text/Kontakt:
Dr. Oliver Schütz, Katholische Erwachsenenbildung Ulm-Alb-Donau
Tel. 0731 920 60 21, keb.ulm@drs.de